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Das Thema „Vesper“ wirft für uns große Mooswichtel im Zauberwald jede Menge wichti-ge Fragen auf: „Was sollten wir anbieten?“, „wo sollte es stattfinden?“ und „wie sollte es gestaltet werden?“. Um solche und andere Fragen für unser „Zauberwaldvesper“ zu be-antworten, schauen wir uns doch mal die Bedürfnisse unserer kleinen Mooswichtel an:
Das Vesper sollte gesund sein, d.h. so ein kleiner Mooswichtel braucht viel Energie und jede Menge Vitamine, da er ja den ganzen Tag in der freien Natur herumtollt. Deshalb gibt es im Zauberwald zu jeder Mahlzeit Nüsse, Trockenfrüchte, frisches Obst und Ge-müse. Gesund bedeutet aber noch mehr. Es bedeutet, dass wir unsere Körper und auch unsere Umwelt vor Schadstoffen schützen wollen, weshalb wir uns ganz bewusst für Bio-Produkte entscheiden. Dabei versuchen wir auch an unsere Region zu denken und beziehen deshalb Wurst, Joghurt und Käse von einem lokalen Biobauern. Mooswichtel lieben Abwechselung – deshalb ist es uns wichtig jeden Tag andere Nah-rungsmittel anzubieten. So gibt es beispielsweise einmal in der Woche Müsli, während ein anderesmal Dinkelvollkornbrot und Käsehäppchen angeboten werden.
Aber auch die Jahreszeiten spielen bei unserem Vesper eine wichtige Rolle. Wenn es im Winter frostigkalt ist, freuen sich die Mooswichtel über heißen Grießbrei und gebrate-ne Wurst, während im warmen Sommer besonders kalter Joghurt und kühlendes Gemü-se Anklang findet. Aber nicht nur die Temperatur beeinflusst das „Zauberwaldvesper“, sondern natürlich auch die Früchte des Waldes. Mooswichtel möchten mit allen Sinnen begreifen und das selbstständige Herstellen und Zubereiten von Nahrungsmitteln stärkt das Selbstbe-wusstsein und die Freude am Essen. Im Frühjahr ziehen die Mooswichtel deshalb los um Fichtenspitzen und Löwenzahn zu sammeln und zu leckeren Sirup zu verarbeiten. Der kommt am Ende dann in den Joghurt oder aufs Brot und schmeckt einfach klasse. Aus Holunderblüten wird toller Hollersprudel gebraut, oder es werden Hollerküchle ge-backen und die vielen Brombeeren im Herbst lassen sich zu Marmelade verarbeiten und sind auch zu Kaiserschmarrn ein toller Genuß. Mooswichtel brauchen aber nicht nur die richtigen, leckeren Lebensmittel, sie haben auch ein großes Bedürfnis noch sozialen Kontakten. Um Gemeinschaft zu fördern, wird das Vesper gemeinsam eingenommen. Dabei sitzen alle im Kreis, im Winter im Tipi um das prasselnde Feuer herum, im Sommer unter den schattenspendenden Bäumen. In der Mitte steht das Buffet, an dem sich alle Mooswichtel bedienen können. Der Kreis fördert dabei die Gemeinschaft, jeder kann jeden sehen und sich unterhalten, jeder ach-tet auf jeden am Buffet, lernt teilen und Rücksicht nehmen. Durch das Vorbild der ande-ren trauen sich die vorsichtigen Esser an neue, ungewohnte Nahrungsmittel heran. Und damit jeder mal zu seinem Lieblingsessen kommt, wird jede Woche ein Mooswich-tel gelost, der sich an unserem Wunschtag etwas zum Vesper wünschen darf. Neben Honig, Marmelade und natürlich Schokocreme kann das auch schon mal das Lieblings-obst oder ein leckerer Gemüseaufstrich sein.
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